Gabriele Lux Stiftung
Stephanstrasse 18 - 60313 Frankfurt
Telefon 069 2197 96 96
Mo + Mi: 10-14 Uhr

Telemedizin Infoveranstaltung

Was es schon seit langem in der Schweiz und vielen Ländern Europas gibt, bieten wir Ihnen jetzt hier in Deutschland an per Telefon oder mit Bildverbindung.

In Kooperation mit Ihrem spezialisierten HNO-Facharzt Dr. Süssmann bieten wir Ihnen kompetente Fachberatung, wenn Sie unter Tinnitus, Hyperakusis, Misophonie, Hörverlust leiden.

Wir haben durch 45 Jahre Umgang mit sehr vielen Tinnitus, Hyperakusis, Misophonie und Hörverlust Patienten und ihrer Angehörigen viele Fälle, deren Geschichten und Probleme kennengelernt und eine Vielzahl von Beratungen mit großem Erfolg durchgeführt.

Unter shop.ohrensausen.de haben bieten wir Ihnen unsere Fachberatung per Skype oder E-Mail an. Unser Angebot umfasst ein kurzes Beratungsgespräch (15 Minuten, Kurzinformationen zur Tinnitus Retraining Therapie und Selbsthilfe)  oder zwei ausführliche Varianten (30 / bzw. 50 Minuten, Informationen zur Tinnitus Retraining Therapie, Planung und Selbsthilfe, die sich an Ihren persönlichen Bedürfnissen orientieren) sowie Beratung per E-Mail.

Sie wählen das Angebot aus, das Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht. Wenn Ihre Zahlung bei uns eingegangen ist, setzen wir uns wegen einer Terminvereinbarung mit Ihnen in Verbindung.

Hier geht es zum Shop: https://shop.ohrensausen.de

 

Infokurse

jeweils Mittwoch 13.30 – 15.30 Uhr und 16.30-18.30 Uhr

Praxis Dr. N. Degen/rechts, Große Bockenheimer („Freßgass“) Str. 54, 60313 Frankfurt

Kosten: 20,00€ in bar vor Ort

Anmeldung dringend erforderlich unter Tel. 069/21 97 96 96

MO 10.00 – 14.00 Uhr
MI 10.00 – 14.00 Uhr

Anwesenheitsbescheinigung für den Arbeitgeber möglich.

Der Kurs gibt Informationen über

Unser Experten Netzwerk

Unser Netzwerk von Experten der verschiedensten Fachrichtungen, die wie bei Bedarf zur Betreuung unserer Patienten hinzuziehen

Auf einen Blick: Kontaktdaten HNO-Ärzte

Dr. Christian Hellweg
Goethestr. 21
60313 Frankfurt
Tel: 069/20336, Fax: 069/92884641
Mail: kontakt@hno-hellweg.de
www.hno-hellweg.de

Dr. Roy Süssmann
Große Bockenheimer Str. 41
60313 Frankfurt
Tel: 069/13383095, Fax: 069/13383994
Mail: kontakt@hno-fressgass.de
www.hno-fressgass.de

Dr. Gisela Haas

Königsteiner Str. 16
65929 Frankfurt
Tel: 069/313147
Fax: 069/30851209

Gehörschutz

Gehörschutz

Ein besonderes Problem ist es, Tinnitus- und Hyperakusis Patienten mit Lärmschutz zu versorgen.
Bisher war die Benutzung von Geräuschgeräten oder Kombigeräten, wie sie bei der Behandlung von Tinnitus und Hyperakusis eingesetzt werden, in Lärmbereichen nicht zulässig. Dies ist problematisch, wenn Personen in diesen Bereichen auf Kommunikation oder das Hören von Warnsignalen angewiesen sind. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich durch die hohe Schallbelastung das Leiden verschlimmert.

Das generelle Verbot von Geräusch- oder Kombigeräten in Lärmbereichen ist heute nicht mehr aufrecht zu erhalten, die technische Entwicklung ermöglicht es jetzt, Geräusch- oder Kombigeräte als persönliche Schutzausrüstung einzusetzen. Nach §7 der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutz-verordnung dürfen sich in Lärmbereichen nur Beschäftigte aufhalten, die eine geeignete persönliche Schutzausrüstung verwenden.

Für diese Berufsgruppen gibt es nun ein System, Geräte mit Gehörschutzfunktion, mit dem sehr gute Erfahrungen gemacht wurden. Es ist eine Kombination aus speziell geformten Ohrstücken, die den Schall verringern und einem Frequenzverstärker, der den Schall im Sprachbereich verstärkt und so die Hörminderung kompensiert. Das System ist nach den PSA (persönliche Schutzausrüstung) Richtlinien der BG zugelassen. Darüber hinaus ist es ein vollwertiges Medizinprodukt, das im Heil- und Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt ist.

Die Herausforderung bei Lärmschutz für Tinnitus und Hyperakusis Betroffene liegt darin, den Lärmschutz auszubalancieren.
Zu viel Lärmschutz ist ungünstig, da dadurch Tinnitus und Hyperakusis verstärkt werden, zu wenig Lärmschutz könnte den Patienten ebenfalls schädigen.

Außerdem ist es für Tinnitus und Hyperakusis Patienten sehr wichtig, dass die Wahrnehmung der eigenen Stimme nicht zu laut ist, da dadurch das Gefühl der Unsicherheit zunimmt.

Lärm an Schulen – eine gesundheitliche Belastung für die Lehrer?

Lärm an Schulen – eine gesundheitliche Belastung für die Lehrer?

Der Lärmpegel in Klassenzimmern ist generell zu hoch. Neben baulichen Mängeln und dem Verhalten der Schülerinnen und Schüler macht der Fluglärm an exponierten Schulen den Lehrkräften zusätzlich zu schaffen. Laut der jüngsten Norah-Kinderstudie beurteilte die Mehrheit der Lehrer die Belastung des Unterrichts durch Fluglärm mit „sehr hoch“. Dieser Lärm beeinträchtigt die Gesundheit der Lehrkräfte und senkt die Qualität des Unterrichts erheblich. Jetzt gibt es Abhilfe: ein neuer Gehörschutz, der das Hörsystem schützt.

Quelle: shutterstock / wavebreakmedia

Jeder Arbeitstag wird zur Tortur

Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sind in der Schule meist einem Lärmpegel von 60 bis 80 Dezibel (dB) ausgesetzt. Glatte Wände und Decken der Klassenzimmer sind eine der Ursachen für diesen hohen Schallpegel, in den meisten Klassenräumen ist auch heute noch keine oder nur unzureichende Schalldämmung vorhanden. Ein leeres Klassenzimmer sollte so gedämmt sein, dass ein Ruhepegel von 45dB nicht überschritten wird. Ein anderer Grund ist die steigende Lärmbelästigung durch Fluglärm an hessischen Schulen. Fluglärm kann den Schallpegel teilweise auf 70 bis zu über 80 Dezibel ansteigen lassen. Doch nur bis zu 45 dB kann überhaupt ein normaler Unterricht durchgeführt werden. Ein Lärmpegel, der darüber liegt, führt über kurz oder lang zu erheblichen Konzentrationsstörungen, Erschöpfungszuständen, zu berufsbedingten Hörschäden wie Tinnitus, Hyperakusis und Hörverlust und anderen gesundheitlichen Schäden. Der Lärm beeinträchtigt die Gesundheit von Schülern und Lehrern. Wer schon Probleme mit dem Gehör hat oder an Lärmüberempfindlichkeit, so genannter Hyperakusis, leidet, für den wird jeder Arbeitstag zur Tortur. Doch Hilfe für die Betroffenen ist in Sicht.

Abhilfe durch neuen Gehörschutz

Die Hyperakusis Retraining Therapie macht es möglich, die Hyperakusis, unter der rund 500.000 Deutsche leiden, zu behandeln und diesen Menschen das Leben in geräuschvoller Umgebung erheblich zu erleichtern. Die  bekannte und seit vielen Jahren erfolgreiche Hyperakusis-Retraining-Therapie wird durch einen neuen dynamischen Gehörschutzes ergänzt, der definierte Schallpegel erzeugt. Dabei handelt es sich um die digitale Schalltrenntechnik. Das speziell entwickelte Kombisystem gleicht zusätzlich Hörverluste aus und dämpft Tinnitus und Hyperakusis, außerdem kann es der jeweiligen Geräuschsituation individuell angepasst werden. Der Effekt ist verblüffend: Alles Wichtige, was man hören will und muss, wird dem Gehör zugeführt. Alles, was viel zu laut ist, wird gedämpft. Diese neue Methode kann Lehrkräfte vor den Folgen der zunehmenden Lärmeinwirkung schützen. Ideal ist dieser neue Gehörschutz auch bei Musikveranstaltungen oder gar zu Hause als Lärmschutz bei schnarchenden Partnern.

 „Ich ertrage diesen Lärm einfach nicht mehr!“

Quelle: shutterstock / maridav

Der an Schulen herrschende Lärm ist schon für normal Hörende meist  viel zu laut. Viele Lehrkräfte, aber verzweifeln am Krach im Klassenzimmer, werden physisch und psychisch krank.

Das ist die Folge einer Verarbeitungsstörung im Hörsystem  – einer Überempfindlichkeit des Gehörs – der sogenannten Hyperakusis. Von dieser Erkrankung werden immer mehr Menschen betroffen, was dazu führt, dass schon normale Geräusche des Alltagslebens zu Mißempfindung, Irritation und emotionalem Stress führen können. Lärm aber ist für diese Betroffenen völlig unerträglich, lautes Kindergeschrei kann sogar zu Schmerzempfindung und Aggression führen: „… unerträglich dieser Lärm, ich halte es einfach nicht mehr aus!“

Doch es gibt Abhilfe: Die Hyperakusis Retraining Therapie! Hierbei wird ähnlich wie bei Allergien das Hörsystem wieder desensibilisiert. Ein neuer, unauffällig zu tragender dynamischer Gehörschutz begleitet die Behandlung. Lehrkräfte,  Schülerinnen und Schüler sind in der Schule oft einem Lärmpegel von 65 bis 75 dB(A) ausgesetzt – doch nur bis zu 45 dB(A) kann überhaupt ein normaler Unterricht durchgeführt werden. Ein Lärmpegel, der darüber liegt, führt über kurz oder lang zu erheblichen Konzentrationsstörungen, Erschöpfungszuständen und anderen gesundheitlichen Schäden.

Häufig sind glatte Wände und Decken der Klassenzimmer für den hohen Schallpegel verantwortlich. Glatte Wände werfen den Schall zurück – dadurch hallte es und wird lauter. Wer zudem noch Probleme mit dem Gehör hat, oder an Hyperakusis leidet, für den wird jeder Arbeitstag zur Tortur.

Ein neues Verfahren macht es nun möglich, die Hyperakusis zu behandeln und Menschen mit Hyperakusis das Leben in geräuschvoller Umgebung erheblich zu erleichtern. Dies geschieht durch eine spezielle Hyperakusis Retraining Therapie, bei der  durch einen dynamischen Gehörschutz definierte Schallpegel erzeugt werden. Es handelt sich um die sogenannte digitale Schalltrenntechnik.  Der Effekt: Alles Wichtige, was man hören will und muss, wird dem Gehör zugeführt, alles, was viel zu laut ist, wird herausgefiltert.

Diese neue Methode stellt einen medizinischen Durchbruch dar, um Lehrkräfte vor den Folgen der zunehmenden Lärmeinwirkung zu schützen.

Hyperakusis

Hyperakusis ist immer noch eine recht unbekannte Krankheit, an der in Deutschland ca. 500.000 Menschen leiden. Reaktionen des Erschreckens mit Zu-oder Abnahme des Blutdrucks, Herzjagen, Schweißausbrüche, Trockenheit des Mundes, Schmerzen, besonders im Ohren/Kopfbereich: all dies sind Symptome, die auf eine Hyperakusis hinweisen können.

Diagnose Hyperakusis – das Aus als Lehrerin?

Hilfe durch den Einsatz von Kombisystem möglich

Anfang 30, Lehrerin, mitten in einem Beruf, der Spaß macht, alles läuft gut – und dann: Hyperakusis. Eine Krankheit, die einen erschreckt, die einen panisch werden lässt, denn Hyperakusis ist eine extreme Geräuschüberempfind­lichkeit, die einem das Leben zur Hölle macht. Wie soll man da den geräuschvollen Schulalltag noch bewältigen können? Elke F., eine Lehrerin aus Nordhessen hat einen Weg ge­funden.

Lärm und schlechte Raumakus­tik in Klassenzimmern und Gruppenräumen können zu  berufsbedingten Hörschäden wie Tinnitus, Hyperakusis oder Hörverlus­ten können. In den meisten Klassenzimmern ist auch heute noch keine Schalldämmung vorhanden oder nicht ausrei­chend.

Es ist wissenschaftlich erwie­sen, dass sich diese fehlende oder unzureichende  Schalldämmung negativ auf das Lernverhalten der Schü­ler auswirkt. Zu viel Aufmerk­sam­keit wird auf diese Lärm­quellen gerichtet und die Schüler werden von den Lerninhalten abgelenkt. Ein immer noch unbeachteter Aspekt ist, dass Lehre­rinnen und Leh­rer durch dieses Manko be­rufsbedingt Lärmschwerhörigkeiten, Hy­perakusis und/oder Tin­nitus be­kommen können – dies treibt den Stress der Lehr­kräfte natürlich erheblich in die Höhe.

Ein Beispiel: Die Lärmmessung einer durchschnittlichen 5. Klasse. Hier sieht man deutlich, dass vor allem am Anfang und Ende der schädliche Lärmpegel ab 85 dB überschritten wird.

Doch zurück zu unserer Lehrerin Elke F.. Im November 2012 fing es an: Jedes Geräusch war überlaut, schmerzte, war verzerrt, schrill, traf im Innersten. Hinzu kamen ein beidsei­tiger Tinnitus und ein seitenungleiches Hörvermögen.

Elke F. war verzweifelt. Als Lehrerin war sie natürlich permanent Geräuschen ausgesetzt – und zwar sehr lauten und andauernden. Der Schulgong, das Schreien der Schüler in den Pausen, ein unangenehmer Hall in den Klassenzimmern: „All diese Geräusche hörte ich nicht mehr nur, sondern spürte sie auf unangenehmste und schmerzhafte Art und Weise am ganzen Körper. Ich bekam nahezu Panik! Mein Körper reagierte mit Kopfschmerzen und Verspannungen“, schildert sie diese Zeit. „Auch Stille half nicht, um diesen ganzen un­liebsamen Empfindungen zu entgehen, denn dann meldete sich der Tinnitus mit ganzer Kraft.“ Hinzu kamen die Einschränkungen im privaten Bereich: Kinobesuche, das Ausgehen mit Freunden, Sport etc. – alles wurde zur Qual und zur Belastung, diente nicht mehr der dringend nötigen Erholung.

Der Berufsalltag wird unerträglich

Der Berufsalltag und auch das normale Leben wurden unerträglich. Elke F. wurde krankge­schrieben. Doch insbesondere Hyperakusis wie auch Tinnitus sind als Krankheit immer noch weitgehend unbekannt. Aber Elke F. wollte diese kreischenden und übermächtigen Geräusche in ihrem Kopf un­bedingt wieder loswerden und begab sich auf die Suche nach Hilfe.

Im Internet stieß sie auf die Website der Gabriele Lux Stiftung. Die Stiftung beschäftigt sich mit Hyperakusis, Tinnitus und damit verbundenen Krankheitsbildern. Die Stifterin Gabriele Lux-Wellenhof – vor vielen Jahren selbst an Hyperakusis und Tinnitus erkrankt und mitt­lerweile gesund – hat das Tinnitus Zentrum Frankfurt  aufgebaut. „Ich hatte das Gefühl, hier jemanden gefunden zu haben, der mich verstand, der mir helfen konnte“, sagt Elke F. rückblickend.

Neu entwickeltes Kombisystem hilft und lindert

Hyperakusis kann generell durch eine Rauschtherapie relativ schnell überwunden werden, auch der Tinnitus ist dadurch nicht mehr wahrnehmbar. Das leise, beruhigende Geräusch wirkt dämpfend auf Tinnitus und Hyperakusis.

Quelle: shutterstock / pressmaster

Elke F. bekam ein speziell entwickeltes Kombisystem, das zusätzlich Hörverluste, auch un­ter­schiedliche Hör­verluste, aus­gleicht und Tin­nitus und Hy­perakusis dämpft. Das System kann der jeweiligen Geräuschsituation individuell angepasst werden. Die Symptome der Hyper­akusis und des Tinnitus werden gemildert, Körper und Psyche erholen und entspan­nen sich. Der Stressbelastung sinkt und eine nachhaltige Besserung tritt ein.

Die Kosten werden in den meis­ten Fällen von den gesetzli­chen und privaten Krankenkas­sen übernommen.

Für Elke F. waren Tinnitus und Hyperakusis nicht das Aus für ihre Laufbahn als Lehrerin – wie sie zunächst befürchtet hatte. Das Kombigerät und die damit einhergehende Therapie haben wesentlich dazu beigetragen. „Der Weg ins knapp 100 Kilometer entfernte Frank­furt ist weit für mich. Aber ich nehme ihn gerne in Kauf, da ich weiß, dass ich mit dem Kombige­rät so­wie der individuellen Betreuung  wieder am Berufs- und Alltagsle­ben teilnehmen kann“, sagt die Lehrerin.

Schallbremse

Gehörschutz für Hyperakusis und Tinnitus lärmintensiven Berufen

Es ist eine Herausforderung für jeden Akustiker und HNO-Arzt, Tinnitus- und Hyperakusis Betroffene mit Lärmschutz zu versorgen. Besonders schwierig wird für Betroffene, die an lärmintensiven Arbeitsplätzen arbeiten, z.B. Industriearbeiter, Bahnarbeiter etc.

In Deutschland ist es Vorschrift, dass an Lärmarbeitsplätzen  Lärmschutz getragen werden muss.

Das Problem dabei ist, dass mit Lärmschutz, seien es Ohrstöpsel oder Kopfhörer, eine Verständigung nicht möglich ist, Warnsignale nicht gehört werden oder das Maschinengeräusch nicht wahrgenommen wird. Das sind alles potentiell gefährliche Situationen.

Auch heißes Wetter, arbeiten am Hochofen, Strassenarbeiten in sommerlicher Hitze verführen dazu, den Lärmschutz abzunehmen: er ist unbeqem, man schwitzt darunter, man möchte sich einfach etwas Erleichterung verschaffen.

Die Praxis zeigt, dass in solchen Situationen häufig der Lärmschutz abgenommen wird. Das hat für das Gehör nachhaltige Konsequenzen:

Bei, angenommen, 100 dB Lärmpegel reduziert der Lärmschutz -25dB. Mit dem Lärmschutz ist der Arbeiter in einer relativ ruhigen Umgebung von 75dB. Wenn er nun seinen Lärmschutz abnimmt, sind seine ungeschützten Ohren plötzlich einem Lärmpegel von 100dB ausgesetzt. Das ist natürlich ein riesiger Unterschied, der Musculus Stapedius kann gar nicht so schnell reagieren, die Ohren erleiden eine totale Lärmattacke.

Ein neues Verfahren ermöglicht es nun, Menschen mit Hyperakusis, Hörverlusten  und Tinnitus  das Leben in Lärmsituationen erheblich zu erleichtern. Dies geschieht durch eine spezielle Tinnitus + Hyperakusis Retraining Therapie bei der durch einen dynamischen Gehörschutz definierte Schallschutzpegel erzeugt werden.  Dies geschieht in Kombination mit der sogenannten Schallbremstechnik.

Das Gerät ist speziell programmierbar mit einer dämpfenden Otoplastik. Je nach Situation wählt man aus, welche Dämpfwerte nötig sind. Signale für Bahnarbeiterunterscheiden sich von Signalen in einer Fabrikhalle. Die Signale müssen gut zu hören sein, daher muss im Bereich der Signale mehr Schall übertragen werden. Die Dämpfung kann auf die Frequenz des Signals eingestellt werden. Die Undurchlässigkeit ist variabel im Tieftonbereich, nicht so im Hochtonbereich, da das Gehör vor Hochfrequenzlärm geschützt werden muss.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Sehr gutes Hören von Signalen, wichtiger Informationen und Sprachverstehen bei optimalem Schutz des Gehörs.

Das Verfahren ist von den Berufsgenossenschaften anerkannt, die Kosten werden übernommen.

„…unerträglich, dieser Lärm … ich halte es nicht mehr aus!“

Nicht nur für Industriearbeiter an Lärmarbeitsplätzen bietet sich das Verfahren an, auch Lehrkräfte in Schulen und Kindertagesstätten und zum Teil Angestellte in Großraumbüros profitieren davon.

Schulen und Klassenzimmer werden nicht per se als „Lärmarbeitsplätze“ definiert, seriöse Messungen haben jedoch erhebliche Lärmpegel  von 65dB bis 85 dB in Klassenzimmern ergeben. Nur bis ca. 55dB kann ein normaler Unterricht durchgeführt werden, alles was darüber liegt, führt über kurz oder lang zu Konzentrationsstörungen, Erschöpfungszuständen und anderen gesundheitlichen Schäden.

Sehr häufig können die baulichen Voraussetzungen nicht geändert werden, glatte Wände und Decken werfen den Schall zurück, dadurch hallt es und wird lauter. Wer dazu noch Probleme mit dem Gehör hat oder an Hyperakusis leidet, für den wird jeder Arbeitstag zur Tortur. Das Sprachverstehen ist schwierig, wenn mehrere Sprecher gemeinsam reden oder lautes Schreien (Pausenhof) kann unangenehm bis schmerzhaft sein.  Konzentrationsschwierigkeiten treten allerdings auch bei leiseren Geräuschpegeln auf, längere Zuhörphasen in geräuschvoller Umgebung führen zu Abgespanntheit und Müdigkeit.

Durch die oben vorgestellte Schallbremstechnik erzielt man bei den oben genannten  Personengruppen Erleichterung beim Aufenthalt in geräuschvoller Umgebung.

Alles Wichtige, was man hören will oder muss, wird dem Gehör zugeführt, alles was viel zu laut ist, wird herausgefiltert.  Das ist der Effekt dieser  neuen Methode.  Das Gerät ist dezent und unauffällig zu tragen.-

Viele Lehrkräfte, Erzieher und Angestellte in Großraumbüros mit Hyperakusis und Tinnitus möchten oder müssen  weiter ihrem Beruf nachgehen. Wenn ihre Hyperakusis noch nicht retrainiert ist, bietet sich dieses Verfahren an. Gerade im Umgang mit Schülern ist es wichtig,  konzentriert zu sein und gut zuhören zu können. Nur ein ausgeglichener Lehrer kann gelassen mit den Schülern und den oft stressigen Situationen umgehen.     Abgesehen davon, dass dadurch der Unterricht effektiver wird, wird der Ausfall von Lehrkräften und der Ausfall von Unterricht geringer.

Bei dem vorgestellten Verfahren wird der Stress für die Lehrkräfte minimiert, was sich auf das Berufs- wie auf das Privatleben positiv auswirkt.

Hörgeräte

Besser Hören – Gut Verstehen

Wer rechtzeitig etwas gegen Hörprobleme unternimmt, kann seine Ohren länger fit halten.

Es ist ganz wichtig, erste Anzeichen einer Hörschwäche ernst zu nehmen und etwas dagegen zu tun.

Unser Gehirn muss Höreindrücke erst bearbeiten, filtern und bewerten, ehe es aus der Vielzahl akustischer Informationen eine klare Aussage machen kann, d.h. verstehen, was gehört wird. Genauso, wie unser Gehirn im Laufe unseres Lebens lernt, Geräusche zu identifizieren und zu verstehen, verlernt es diese Fähigkeit wieder. Das Hörvermögen möglichst frühzeitig vor den ersten Anzeichen von Hörschäden testen zu lassen, ist deshalb besonders wichtig.

Hörtests beim Hörgeräteakustiker, die in der Regel kostenfrei sind, geben Aufschluss, ob ein Hörschaden vorliegt. In diesem Fall sollte man nicht zögern und zusammen mit dem Akustiker nach der bestmöglichen Lösung suchen. Die Akustiker halten ein breit gefächertes Angebot an Hörgeräten vor, aus diesen werden die passenden ausgesucht, die der Hörgeschädigte ausprobieren kann. Die technische Entwicklung schreitet rasant vorwärts, großer Wert muss daher auf die ständige Weiterbildung der Kundenberater gelegt werden. So haben die Kunden die Gewissheit, optimale Beratung und Anpassung zu erhalten.

Die fachlich einwandfreie, ausführliche Beratung und die Anpassung der Geräte müssen selbstverständlich sein, wobei ganz auf die individuellen Wünsche der Kunden eingegangen wird sein. Bei speziellen Wünschen nach Hörsystemen, die bei Sport, wie Tennis oder Laufen , nicht stören und fest an ihrem Platz bleiben, oder Hörsysteme, die zum Schwimmen geeignet sind: ein gut geschulter Akustiker findet für jedes Problem die passende Lösung.

Freundlichkeit, Sorgfalt und Geduld im Umgang mit den Kunden sollten selbstverständlich sein.
Auf die Qualität der Geräte und des Service müssen sich die Kunden verlassen können.

 

Demenzrisiko vorbeugen: Mehr Lebensqualität durch besseres Hören

Rund 15 Millionen Deutsche hören schlecht. Wie jüngste Studien aus den USA belegen, steigert Schwerhörigkeit das Demenzrisiko im Alter. HNO-Ärzte empfehlen deshalb, Hörverluste rechtzeitig behandeln zu lassen, um mehr Lebensqualität zu erhalten. Dies gilt für ältere wie für jüngere Menschen, bei denen das Demenzrisiko minimiert werden kann.

41 Prozent erhöhtes Demenzrisiko

Mit zunehmendem Hörverlust steigt das Risiko bei älteren Menschen, an Demenz zu erkranken. Das haben US-Mediziner aus Chicago festgestellt. Demnach beschleunigt sich der geistige Abbau gegenüber gesunden Menschen um bis zu 41 Prozent (Quelle: JAMA Internal Medicine, 2013). Die Forscher um Frank Lin vom Johns Hopkins Center on Aging and Health in Baltimore untersuchten sechs Jahre lang rund 2000 Menschen im durchschnittlichen Alter von 77 Jahren. Die Schlussfolgerung der Studie war verblüffend: Durch besseres Hören verzögert sich der Abbau kognitiver Fähigkeiten bei älteren Menschen um mehrere Jahre.

Hörsystem als Lösung

Die Ursache eines höheren Demenzrisikos liegt darin, dass sich Menschen mit abnehmendem Hörvermögen immer mehr aus ihrem sozialen Umfeld zurückziehen und weniger aktiv am Leben teilnehmen. Anzeichen von Schwerhörigkeit sind u.a. extrem laut eingestellte elektronische Geräte wie TV und Radio, falsch Verstehen von Wörtern im Gespräch, auffällig viele „Ja“- Antworten bei Fragen, erhöhte Konzentrationsanstrengung in belebten Räumlichkeiten, falsche Reaktionen im Straßenverkehr. Das Gehirn gewöhnt sich an das geringere Hörvermögen, der Hörverlust wird beschleunigt. Es fehlen Anregungen von außen, die Wahrnehmung verarmt. Dieser Mangel an akustischen Reizen und der soziale Rückzug können zu einem Abbau der kognitiven Leistungsfähigkeit und zu einer Beschleunigung der Demenz führen. Es gibt Erfahrungen mit vielen älteren Patienten , die bereits nach einem halben Jahr mit Frequenzverstärkern und Hörgeräten wieder viel agiler geworden sind. Für Jüngere und Ältere mit nachlassendem Hörvermögen liegt die Lösung  im Ohr: Wer seine Hörbeeinträchtigungen rechtzeitig behandeln lässt, erhält mehr Lebensqualität und verringert das Demenzrisiko.

Regelmäßige Hörtests ab 50 Jahre empfohlen

Jeder Dritte über 50 Jahren leidet bereits unter Schwerhörigkeit (Quelle: Dt. Seniorenportal). Jedoch tragen in Deutschland nur rund 1 Million Menschen, die Höreinschränkungen haben, ein Hörsystem. Durch das Tragen eines Hörgerätes kann man Schwerhörigkeit sehr gut in den Griff bekommen. Menschen ab 50 Jahren sollten regelmäßig einen Hörtest machen, um Defizite in der Hörverarbeitung frühzeitig zu erkennen, empfehlen HNO-Ärzte.  Viele Menschen aber sehen ein Hörgerät als Eingeständnis ihrer körperlichen Gebrechen und scheuen die Stigmatisierung durch die  Systeme. Das muss nicht sein, denn dank der fortschreitenden Technik gibt es heutzutage moderne Produkte. Sie sind leistungsstark, durch Fernbedienung leicht zu bedienen und kaum zu sehen.

Im Team zum optimalen Ergebnis

Hörakustiker , HNO-Facharzt und Neurologe arbeiten eng zusammen. Der Neurologe begutachtet den neurologischen Zustand der Patienten, der  HNO-Arzt kontrolliert das Hörvermögen und Richtungshören. Anschließend bespricht der Akustiker mit dem Patienten die Versorgung mit dem passenden Hörsystem. Übrigens: Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt 800 Euro der Hörgeräte-Kosten – vorausgesetzt, es liegt eine Verordnung vom HNO-Facharzt vor.

 

Hörtraining

Wenn das Gehör langsam nachlässt, merken das die anderen oft noch vor dem Betroffenen selbst. Der gewöhnt sich an die immer leiser werdende Umgebung und will den Hörverlust oft nicht wahrhaben. Alltägliche Probleme werden verdrängt, nicht Verstandenes wird als „unwichtig“ aussortiert. Je stärker das Gehör nachlässt, desto mehr ziehen sich die Betroffenen zurück.

Dies kann weitreichende Folgen haben: Das Gehirn gewöhnt sich an das geringere Hörvermögen, der Hörverlust wird beschleunigt. Es fehlen Anregungen von außen, die Wahrnehmung verarmt. Der Mangel an akustischen Reizen und der soziale Rückzug können zu einem Abbau der intellektuellen Leistungsfähigkeit führen.

Unbehandelte Schwerhörigkeit kann außerdem ein Hauptrisikofaktor für Altersdemenz und Altersdepression sein. Es ist also wichtig, Höreinschränkungen früh zu erkennen, um etwas dagegen zu tun. Anzeichen für Hörbeeinträchtigungen sind z.B.: TV und Radio werden übertrieben laut eingestellt, Wörter werden falsch verstanden, was zu häufigem Nachfragen führt, das Herausfiltern von Sprache in einer Gruppe oder im Restaurant fällt schwer.

Durch das Tragen eines Hörgerätes kann man Schwerhörigkeit gut in den Griff bekommen, durch ein Hörtraining kann man annähernd alle Symptome der eingeschränkten Hörwahrnehmung verbessern oder sogar beseitigen.

Das Hörtraining trainiert folgende Bereiche des zentralen Hörens:

und dient der Erhaltung und Förderung des Hörvermögens und der Beseitigung von Konzentrations- und Schlafstörungen.

Der Fokus des Hörens wird auf das Wesentliche gelenkt und man lernt, unwichtige Geräusche auszublenden.

Durch das Training lernt das Gehirn wieder räumlich zu differenzieren, Lautstärken richtig einzuschätzen und diese wieder als normal zu empfinden. Dies wirkt auch bei Hyperakusis Betroffenen sehr positiv. Geräusche werden schneller erkannt, Sprache aus Lärm besser herausgehört und erkannt.

Bei einem Hörtraining ist die Mitarbeit und die Disziplin der Teilnehmer ganz entscheidend, in einer Langzeitstudie wurde ein Erfolg von ca. 80% festgestellt. Diese Ergebnisse sind völlig altersunabhängig, Menschen mit Hör- und Wahrnehmungsproblemen profitieren von der Hörtrainings Therapie unabhängig von Alter und Hörverlust.

 

Hören ist Lebensqualität

Neues Hör Stimulationsprogramm im Frankfurter Tinnitus-Hyperakusis-Institut

Stresst Sie das Hören in Gesellschaft? Ob im Meeting oder beim Stammtisch – das Zuhören fällt Ihnen schwer und Sie reagieren überempfindlich gegenüber Umgebungsgeräuschen. Gehör und Gehirn sind überfordert. Der Hörfilter ist nicht mehr ausreichend in der Lage, Sprache und Nebengeräusche zu differenzieren. Stress, Schlafprobleme und Konzentrationsmängel sind die Folge. Die Lösung ist ein neues Spezial-Hörstimulationsprogramm, das Hörverluste ausgleichen kann und dem Gehirn neue Hörimpulse gibt.

Alltagstaugliches Stimulationsprogramm

Das Hörstimulationsprogramm basiert auf dem Verfahren der Gehirnkonditionierung. Dabei wird auf der Grundlage von Testergebnissen des HNO-Arztes in einer anschließenden intensiven Gehörtherapie ein individuell auf den Betroffenen zugeschnittenes Programm entwickelt, das die beeinträchtigten Filtereigenschaften reaktiviert. Durch das sechswöchige Stimulationsprogramm, das sich optimal in den Alltag integrieren lässt, lernt das Gehirn wieder räumliches Hören und Lautstärken richtig einzuschätzen. Hörverluste werden ausgeglichen und das Gehirn wieder mit Hörinformation versorgt. Besonders empfehlenswert ist das Hörstimulationsprogramm auch für Tinnitus- und Hyperakusis-Patienten.

80 % Erfolgsquote

Mit diesem neuen Hör-Stimulationsprogramm  kann die Lebensqualität der Betroffenen erheblich verbessert werden.In drei Feldstudien wurde eine mehr als 80prozentige Erfolgsrate festgestellt. Dabei sind die Ergebnisse völlig unabhängig von Alter oder Hörverlust.

 

 

Das sechswöchige Hörstimulationsprogramm besteht aus Erstberatung, einem wöchentlichen Kontrolltermin durch Gehörtherapie-Berater, dem Hör-Stimulationsprogramm abends beim Fernsehen zuhause und einer Abschlussbesprechung. .

 

 

 

 

 

Technik

Hardware für den Kampf gegen die Beschwerden

Geräuschgeneratoren mit offener Anpassung haben sich bewährt.

 Bei Tinnitus haben sich die speziell für die Retraining-Therapie entwickelten Geräuschgeneratoren mit offener Anpassung bewährt. Die Mehrzahl der Patienten nimmt den Tinnitus bei verschlossenem Gehörgang stärker wahr. Durch den Verschluss werden externe Geräusche verzerrt, auch die eigene Sprache des Patienten. Überdies reagiert das Hörsystem empfindlicher sowohl auf normale Körpergeräusche als auch auf externe Geräusche. Gerade bei Sanus Noisern ist es wichtig, dass das Hören und Sprachverstehen durch das Gerät nicht beeinträchtigt wird. Das fördert entscheidend die Akzeptanz des Sanus Noisers.

Bei Befestigungsproblemen besteht die Möglichkeit, massgefertigte offene Ohrstücke anzupassen. Es gibt auch Geräte, die hinter dem Ohr getragen werden. Ebenfalls möglich sind klein gearbeitete Sanus Noiser mit entsprechenden handgefertigten Befestigungsklammern im Gehörgang.

Auch bei Hörgeräten ist es wichtig, den Gehörgang so offen wie möglich zu lassen. Dies ist auch kein Problem, solange der Hörverlust gering ist und somit auch die benötigte Verstärkung. Wenn der Hörverlust größer wird, sollten in jedem Fall zusätzlich Hörgeräte getragen werden. Hier gibt es bei Im-Ohr-Modellen die praktische Möglichkeit, eine Ohrschale massanfertigen zu lassen, in die dann abwechselnd Hörgerät und Sanus Noiser eingeklinkt werden können.

Diese modulare Technik – eine Ohrschale für Sanus Noiser und Hörgerät- macht nicht nur die Handhabung einfacher. Auch im Fall von Reparaturen sind die modularen Modelle leichter auszutauschen. Da die Herstellung – ausgenommen natürlich die Ohrschale – serienmäßig erfolgt, ist dies auch eine kostengünstige Lösung. Generell sollte beim Tragen der Geräte nicht mehr an den Tinnitus gedacht werden. So einfach wie das Einsetzen und Tragen sollte sich auch die Lautstärkenregelung bedienen lassen. Für die Therapeuten sollte in jedem Fall die Möglichkeit bestehen, diese Lautstärkeveränderungen einfach und effizient zu verfolgen.

Viele Tinnituspatienten klagen darüber, nachts vom Tinnitus geweckt zu werden. In diesen Fällen gibt es die Möglichkeit, externe Geräuschquellen einzurichten wie etwa Zimmerspringbrunnen, leise Musik oder spezielle Tinnitusraumgeräusche.

Veröffentlichungen

Tinnitus Zentrum Frankfurt am Main

ein Erfahrungsbericht von Gabriele Lux-Wellenhof

Wie sieht die Arbeit mit Tinnituspatienten aus und wie kann der Hörakustiker ihnen konkret helfen?
Das sind Fragen, auf die der folgende Beitrag Antworten gibt.

Seit dem Jahr 1996 besteht das Tinnitus Zentrum Frankfurt, wo mit einem ambulanten interdisziplinären Therapieansatz gearbeitet wird.

Das Tinnitus Zentrum Frankfurt wurde als eines der ersten in Deutschland von Dr. Christian Hellweg und Gabriele Lux-Wellenhof gegründet. Ausschlaggebend dafür war die Erfahrung, dass zahlreiche, von Tinnitus, Hyperakusis und Misophonie schwer betroffene Menschen, im Rahmen der normalen HNO-ärztlichen Versorgung keine zufriedenstellende Behandlung finden konnten.Viele Betroffene hatten bereits drei oder mehr HNO-Fachärzte oder entsprechende Klinikeinrichtungen aufgesucht, ohne dass ihnen geholfen werden konnte.

Die Gründung des Tinnitus Zentrum Frankfurt wurde unterstützt von Professor Pawel J. Jastreboff, Atlanta, USA, der die Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT) entwickelt hat. Vor allem in der Anfangszeit besuchte er sehr häufig das Zentrum, um das Team mit seiner langjährigen Erfahrung zu unterstützen. Professor Jastreboff, Dr. Hellweg und G. Lux-Wellenhof organisierten außerdem gut besuchte Fortbildungskurse für interessierte HNO-Fachärzte, Hörakustiker und Psychologen.

Die Zielgruppe

Das Tinnitus Zentrum Frankfurt hat sich auf die Behandlung von Betroffenen spezialisiert, die auch heute noch oft vergeblich nach eine adäquaten Therapie suchen, und widmet sich ausschließlich der Behandlung von Patienten mit Tinnitus und anderen damit verbundenen oder einhergehenden Störungen wie Hyperakusis, Phonophobie, Misophonie oder akustischen Verarbeitungsstörungen, Zuhörstörungen und Hörstörungen. Auch daraus resultierende Schwierigkeiten der psychosozialen Lage im beruflichen oder familiären Alltag, Schlafstörungen, Verhaltensstörungen, soziale Anpassungsstörungen, psychosomatische Störungen, bis hin zu depressiven Episoden oder gar Panikattacken, werden berücksichtigt und gegebenenfalls einer gezielten Behandlung durch Spezialisten zugeführt.

Das Behandlerteam

Interdisziplinäre, spezialisierte  Teams von Ärzten verschiedener Fachrichtungen führen die Behandlung durch. Außer den Gründern Dr. Christian Hellweg als HNO-Facharzt und Gabriele Lux-Wellenhof als Hörakustikermeisterin gehören dazu zwei Psychologen, eine Psychiaterin sowie weitere Fachärzte wie Orthopäden, Neurologen, Internisten, Physiotherapeuten, Musiktherapeuten, Akupunkteure et cetera. Das Team steht in ständiger enger Verbindung mit den HNO-Abteilungen der Universität Frankfurt mit Professor Stöver und Professor Baumann, und kooperiert mit Professor Delb und Frau Professor Mazurek, Charité Berlin.

Zusammenarbeit mit der Deutschen Tinnitus-Liga

Des Weiteren arbeitet das Tinnitus Zentrum Frankfurt mit der Deutschen Tinnitus-Liga zusammen. Die Deutsche Tinnitus-Liga repräsentiert etwa 20 000 Tinnitusbetroffene und ist damit eine der größten Selbsthilfeorganisationen in Deutschland überhaupt. Die Deutsche Tinnitus- Liga verfügt seit Jahren über eine enorme Erfahrung, die kein einzelner Arzt und keine einzelne Klinik allein erlangen könnte. Die Ärzte und Kliniken verfügen zwar über eine herausragende akademische Kompetenz und über ein enormes Fachwissen. In der Deutschen Tinnitus-Liga aber werden die Informationen über die tatsächlichen Erfahrungen vieler vom Tinnitus Betroffenen darüber gesammelt, welche Behandlung welchem Patienten geholfen hat, welche Klinik und welches Therapiezentrum nach Ansicht der Patienten erfolgreich gearbeitet hat oder nicht usw.

Darüber hinaus können sich Betroffene innerhalb der Deutschen Tinnitus-Liga miteinander austauschen und so an den Erfahrungen anderer Patienten teilhaben. Sie werden von der Deutschen Tinnitus-Liga auch über die neuesten Errungenschaften, Forschungsergebnisse, Aktivitäten und Tinnituseinrichtungen informiert. Diese Informationen und die Kommunikationsplattform der Deutschen Tinnitus-Liga werden vom Tinnitus Zentrum Frankfurt für das Wohl der Patienten intensiv genutzt.

Behandlung nur ambulant

Die Behandlung im Tinnitus Zentrum Frankfurt erfolgt ausschließlich ambulant. Die besondere Natur der Tinnituserkrankung bringt es nämlich mit sich, dass in der Regel eine längerfristige Therapie über Wochen, ja mehrere Monate oder sogar Jahre erforderlich ist. Eine stationäre Aufnahme kann aber höchstens nur für wenige Wochen in einer dafür spezialisierten Tinnitusklinik erfolgen, sodass eine solche stationäre Aufnahme allein nur in besonderen Fällen für Tinnitusbetroffene sinnvoll sein kann. Denn nach dieser Zeit des Klinikaufenthaltes ist die ambulante Weiterführung der dort eingeleiteten Behandlung am Heimatort der Betroffenen ohnehin fast immer notwendig.

Therapiekonzept der Tinnitus-Retraining-Therapie

Das Therapiekonzept des Tinnitus Zentrum Frankfurt basiert auf rein naturwissenschaftlichen Erklärungszusammenhängen. Es stützt sich auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über Tinnitusauslöser, Tinnitusentstehung und Tinnitusursachen.

Im Fokus der Bemühungen und der Behandlung stehen die dem Tinnitus eigentlich zugrunde liegenden pathophysiologischen Mechanismen in der zentralen Hörbahn und im zentralen Nervensystem. Diese Mechanismen sind von Professor Pawel Jastreboff in seinem für die Entstehung von Tinnitus entwickelten Erklärungsmodell eingehend beschrieben worden.

Professor Pawel Jastreboff hat in diesem neurophysiologischen Tinnitusmodell zum Teil bereits früher bekannte Phänomene und neueste wissenschaftliche und klinische Erkenntnisse zusammengeführt und damit ein völlig neues und in sich konsistentes neuronales Funktionsmuster aufgestellt.

Er konnte ein ganz spezifisches System von Wechselwirkungen zwischen bestimmten Arealen in unserem Zentralnervensystem identifizieren, das für die Entstehung und die Besonderheiten der Tinnituserkrankung verantwortlich zu machen ist. Hierbei handelt es sich sowohl um Teile der zentralen Hörbahn selbst, in der die Informationsverarbeitung der akustischen Sinnesreize stattfindet, als auch um außerhalb der Hörbahn gelegene Nervenzentren.

Das Ohr selbst, insbesondere das Innenohr und die darin liegenden Haarzellen, die die von außen kommenden Schallwellen in elektrische Impulse umwandeln, spielt höchstens eine Nebenrolle. Entgegen der immer noch weit verbreiteten Auffassung, dass Ohrgeräusche auch im Ohr entstehen und dort behandelt werden müssten, setzt sich langsam bei immer mehr Therapeuten die Erkenntnis durch, dass der typische Tinnitus ein Phantomgeräusch ist, das ähnlich wie der weithin bekannte Phantomschmerz im Zentralnervensystem generiert wird und nicht im entsprechenden Sinnesorgan.

Das Ohr kommt höchstens als Auslöser für Tinnitus infrage, es kann als Trigger wirken und die Störung einleiten. Das chronische Störungsbild selbst jedoch beruht auf krankhaften Veränderungen und Funktionsstörungen zentraler neuronaler Entladungsmuster. Basierend auf diesen Erkenntnissen und basierend auf dem davon abgeleiteten neurophysiologischen Modell ist es in den letzten Jahren erstmals gelungen, eine medizinisch wirksame kausale Behandlung für Tinnitus anzubieten, nämlich die Tinnitus-Retraining-Therapie, kurz TRT.

TRT im Verbund mit anderen Therapien

Allerdings wird im Tinnitus Zentrum Frankfurt nicht auf die meisten anderen herkömmlichen Behandlungsmethoden des Tinnitus von vornherein einfach verzichtet. Die von Professor Pawel Jastreboff entwickelte Methode der Tinnitus-Retraining-Therapie schließt überhaupt nicht aus, dass zusätzlich, besonders im ganz akuten Fall und wenn der Patient selbst das wünscht, Infusionstherapie, intratympanale Cortison-Applikation, Akupunktur, progressive Muskelentspannung, Tomatis-Therapie, Homöopathie, Musiktherapie oder andere auch durchaus alternative bzw. komplementäre Behandlungsmethoden einbezogen werden können.

Die TRT schließt andere Behandlungsmaßnahmen also nicht aus. Insbesondere wird im akuten Fall von Tinnitus, besonders wenn der Tinnitus Teilsymptom eines Hörsturzes ist, die Hörsturztherapie zum Einsatz gebracht. Auch diese zusätzlichen Behandlungsmethoden werden im Tinnitus Zentrum Frankfurt ebenfalls flankierend angeboten, sofern sie notwendig und sinnvoll sind und keine ärztlichen Bedenken aus medizinischen Gründen oder wegen möglicher Nebenwirkungen dagegen sprechen.

Aber da die Tinnitus-Retraining-Therapie als neue erfolgversprechende Methode durch zahlreiche klinische Erfahrungen gestützt wird, und da ihr Einsatz naturwissenschaftlich begründet werden kann, wird sie im Tinnitus Zentrum Frankfurt in all denjenigen Fällen bevorzugt angeboten, in denen sie medizinisch sinnvoll eingesetzt werden kann.

Ablauf der Tinnitus-Retraining-Therapie

Die Tinnitus-Retraining-Therapie kann nur aufgrund einer ärztlichen Indikationsstellung medizinisch sinnvoll eingesetzt werden. Voraussetzung ist also immer eine gründliche HNO-ärztliche Untersuchung, in der die Funktionen des Innenohres, der Hörnerven beiderseits und der zentralen Hörbahn genauestens untersucht werden. Tinnitus kann nämlich gar nicht so selten auch Erstsymptom, zum Beispiel eines Akustikusneurinoms, sein. An erster Stelle steht also vor der TRT im Tinnitus Zentrum Frankfurt nach der HNO-Untersuchung immer eine genaue weitergehende Ursachenforschung. Ob nicht eventuell eine Stoffwechselstörung, wie zum Beispiel eine Funktionsstörung der Schilddrüse, eine Halswirbelsäulenproblematik, eine Otosklerose, ein Hörsturz, eine Medikamentennebenwirkung oder einer der vielen, vielen anderen möglichen Auslöser für Tinnitus vorliegen können. Wenn eine solche Störung tatsächlich gefunden wird, wie zum Beispiel eine HWS-Verspannung, ein Tubenkatarrh, ein Fremdkörper im Ohr oder eine Überdosierung von Aspirin, ist es manchmal möglich, durch Behandlung dieser Störung den Tinnitus zu bessern oder sogar vollständig zu beseitigen. Falls die Ursachenforschung aber ergebnislos verläuft und sich daraus kein weiterer dementsprechender Therapieansatz ergibt, geht es sodann darum, für Abhilfe des Tinnitusproblems zu sorgen. Spätestens dann sollte geprüft werden, ob die TRT zum Einsatz gebracht werden kann.

Zur weiteren Klärung dieser Frage und der Ausgangssituation wird der Tinnitus des Patienten mithilfe von audiologischen Tests und mit einem detaillierten Fragebogen erfasst. Hierbei geht es darum, die Charakteristik des Tinnitus zu bestimmen, den Leidensdruck, die Lautheit und die allgemeine Tinnitusbelastung festzustellen, zu prüfen, ob auch Hörstörungen, Hyperakusis, andere Zusatzerkrankungen vorliegen, ob Schlafstörungen und Stress oder eine psychische Komorbidität oder andere Kofaktoren bestehen. Daraus kann dann nach den Vorgaben von Professor Pawel Jastreboff eine Kategorisierung des Tinnitus abgeleitet werden, die für die Richtung und den weiteren Verlauf der Therapiemaßnahmen entscheidend ist.

Drei Säulen der Behandlung

Ein anschauliches, aber auch stark vereinfachtes Bild lässt die TRT auf drei Säulen ruhend erscheinen: erstens auf dem Councelling, zweitens auf der Schallbehandlung und drittens auf den Trainingsmaßnahmen des Betroffenen. Es handelt sich bei der TRT also weder um eine Behandlung mit Medikamenten noch um körperliche, chirurgische oder physiotherapeutische Maßnahmen, auch nicht um eine Form der Psychotherapie. Es handelt sich vielmehr um eine ganz spezielle Methode, die gestörten Entladungsmuster der Neurone in der zentralen Hörbahn von betroffenen Tinnituspatienten wieder in den normalen Ursprungszustand „zurück zu trainieren“ – daher die Bezeichnung „re-training“.

Counseling

Das Counseling dient dem Zweck, dem Betroffenen das umfassende Therapiekonzept und den tieferen Sinn der TRT zu erläutern. Dazu gehört es insbesondere,
ihm die Anatomie und Physiologie der zentralen Hörbahn zu erklären, die neuesten Erkenntnisse über Möglichkeiten der Tinnitusentstehung zu vermitteln und ihm die eigentliche dem Tinnitus zugrunde liegende Pathophysiologie verständlich zu machen. Im Grunde muss der Betroffene sich dann im Rahmen der TRT nämlich selbst behandeln, und dazu muss er von den Behandlern erst befähigt werden! Der Arzt und die anderen Behandler stehen dem Betroffenen daher lediglich zur Seite, informieren über Zusammenhänge, führen ihn ein in die Hintergründe der Pathophysiologie der Tinnitusentstehung, versorgen ihn bei Bedarf mit individuell angepassten technischen Tinnitusinstrumenten, begleiten mit psychosomatischen Maßnahmen et cetera, dokumentieren fortlaufend den Stand der Tinnitusbelastung und den Fortgang der Behandlung.

Schalltherapie

Die Schalltherapie stellt die zweite unverzichtbare Säule bei der TRT dar. Die Schalltherapie beruht auf der Erkenntnis, dass ein Tinnitus in einer sogenannten schalltoten Kammer, oder „Camera silenta“, bei fast allen Menschen hervorgerufen werden kann. So wie also absolute Stille einen Tinnitus provozieren kann, ist es im umgekehrten Schluss auch möglich, durch ganz gezieltes Einspeisen von besonders dazu geeigneten therapeutischen Geräuschen in die Hörbahn einen bereits vorhandenen Tinnitus zu entschärfen und ihn im Idealfall sogar ganz zu beseitigen. Dazu ist es erforderlich, dass speziell ausgebildete Hörakustiker sich als „Sound-Designer“ betätigen und ganz auf den individuellen Patienten zugeschnittene Geräusche zur Schalltherapie herstellen. Der Tinnituspatient kann dann je nach der bei ihm vorliegenden Tinnituskategorie mit entsprechenden spezifischen Tinnitusinstrumenten in ganz unterschiedlicher Kombination und Konstellation versorgt werden.

Trainingsmaßnahmen des Betroffenen

Die dem Tinnitus zugrundeliegende Pathophysiologie liegt nach heutiger Erkenntnis vorwiegend in einer Störung der synaptischen Verbindungsmuster zentraler neuronaler Netze, besonders in der Hörbahn, aber auch in anderen mit der Hörbahn verbundenen Teilen des Zentralnervensystems (ZNS), mit daraus resultierender Veränderung der entsprechenden neuronalen Aktivitätsmuster. Diese gestörten Verbindungsmuster und Aktivitätsmuster sollen nun im Rahmen der TRT wieder in den normalen ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden. Dies entspricht stark vereinfacht ausgedrückt (bekanntlich hinken ja alle Vergleiche!) in gewissem Sinne einem Lernvorgang in Rückwärtsrichtung! Auch Lernvorgänge bestehen ja unter anderem darin, dass synaptische Verbindungsmuster zwischen einzelnen Nervenzellen ganz gezielt verändert werden. Bei der TRT soll eben auch auf diese Weise der Tinnitus reduziert und im Idealfall sogar beseitigt werden.

Ziel der TRT

Das Hauptproblem, das die meisten Tinnituspatienten quält, ist der hohe Belastungsgrad durch das Geräusch. Das Geräusch selbst kann ja Nervenzellen nicht beschädigen, wie zum Beispiel bei einem Schlaganfall, kann Faserverbindungen des Gehirnes nicht angreifen, wie zum Beispiel bei Multipler Sklerose, et cetera. Aber das Tinnitusgeräusch kann die Funktionsweise des Gehirnes erheblich beeinträchtigen, die Wahrnehmung und Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit lähmen, kann Angstzustände, Schlafstörungen, emotionale Erregungszustände erzeugen, die bis hin zu völliger Erschöpfung und Dysfunktion des Betroffenen im privaten und beruflichen Leben führen können. Das Ziel der TRT besteht nun darin, einerseits das Tinnitussignal selbst zu habituieren, andererseits auch die Folgeerscheinungen wie emotionalen Dystress, Schlafstörungen, Konzentrations- und Wahrnehmungsstörungen usw. zu beseitigen. Ein weit verbreitetes Vorurteil besagt, dass man Tinnitus nicht erfolgreich behandeln könne, sondern der Patient müsse sich daran gewöhnen, er müsse lernen, mit dem Tinnitus zu leben. Man könne als Therapeut nur dafür sorgen, dass der Betroffene besser mit dem Tinnitus zurechtkomme. Diese Auffassung entspricht nicht mehr dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis. Mithilfe der TRT ist es vielmehr möglich, sowohl das Tinnitussignal selbst zu reduzieren als auch den Belastungsgrad des Tinnitus für den Patienten zu verringern. In eingeschränkter Form stehen diese Verbesserungsmöglichkeiten sogar Patienten mit chronischem, seit mehreren Jahren bestehendem Tinnitus offen. Eine Heilung des Tinnitus im engeren Sinne jedoch sollte gleichwohl auch mit der TRT nie in Aussicht gestellt werden.

Psychologische Zusatztherapien

Vielfach werden besonders auch im deutschen Raum psychologische Therapieformen als obligatorischer Teil einer Tinnitustherapie verordnet. Hier sind besonders
kognitive Psychotherapien und Verhaltenstherapien in der Diskussion, auch die Gestalttherapie. Entspannungsmaßnahmen, Yoga und Musiktherapie stellen psychosomatisch wirksame Maßnahmen dar. Psychotherapien  und ähnliche Maßnahmen werden praktisch in allen Tinnituskliniken obligatorisch angeboten. Hierdurch besteht aber auch die Gefahr einer Stigmatisierung der Betroffenen als psychisch auffällig. Dabei ist in klinischen Studien herausgefunden worden, dass Tinnitus ohne Präferenz einer psychischen Disposition im Bevölkerungsdurchschnitt gleich häufig anzutreffen ist. Auch nach den Forschungsergebnissen von Professor Pawel Jastreboff kann Tinnitus nicht als psychologische Störung im eigentlichen Sinne angesehen werden. Psychotherapie hat ja in der Vergangenheit bei Tinnitus in der Regel auch keine Abhilfe schaffen können. Als Begleittherapie oder Zusatztherapie jedoch, in Fällen von Depressionen oder Angstzuständen, auch bei anderen zusätzlichen tinnitusbedingten psychischen Störungen oder tinnitusbedingten Störungen der psychosozialen Lage, kann eine psychotherapeutische Begleitung segensreiche Wirkung entfalten. Im Tinnitus Zentrum Frankfurt wird daher in etwa 30 Prozent der Fälle eine solche zusätzliche psychotherapeutische Begleitung empfohlen.

Auswertung der Therapieergebnisse

Eine Doppelblindstudie oder eine Studie mit Kontrollgruppe ist bei der TRT aufgrund der besonderen Natur des Krankheitsbildes und der Therapieform nur sehr schwer oder überhaupt nicht durchführbar. Die Auswertung der Ergebnisse bei den behandelten Patienten im Tinnitus Zentrum Frankfurt erfolgte daher retrospektiv auf der Grundlage der Angaben der Patienten auf dem Erfassungsbogen von Professor Pawel Jastreboff. Die Daten von über siebenhundert Patienten wurden ausgewertet, der Belastungsgrad des Tinnitus vor und nach der Behandlung erfasst. In einer Nachuntersuchung nach fünf Jahren konnte ein Verbesserung des Belastungsgrades von Tinnitus um mindestens 30 Prozent bei etwa 80 Prozent der Patienten festgestellt werden. Der Zufriedenheitsgrad aber war noch höher. Auch die 20 Prozent von Patienten, bei denen keine signifikante Besserung der Tinnitusbelastung zu erzielen war, gaben an, durch die TRT profitiert zu haben und mit der durchgeführten Behandlung zufrieden zu sein. Sie konnten danach besser verstehen, wie und warum das Tinnitusproblem ihnen zu schaffen machte. Die folgenden Abbildungen geben die Ergebnisse einer Langzeitstudie des Tinnitus Zentrums Frankfurt zur Erfassung des Einflusses von Tinnitus/Hyperakusis auf die Lebensqualität und die Schwere von Tinnitus/Hyperakusis wider. Die Patienten bewerteten subjektiv ihre Tinnitusbelastung auf einer Skala von 1 bis 10.

Die folgenden Abbildungen zeigen die Ergebnisse einer Langzeitstudie des Tinnitus Zentrums Frankfurt zur Erfassung des Einflusses von Tinnitus/Hyperakusis auf die Lebensqualität und die Schwere von Tinnitus/Hyperakusis. Die Patienten bewerteten subjektiv ihre Tinnitusbelastung auf einer Skala von 1 bis 10. Die Abbildungen zeigen eine deutliche Verbesserung der Parameter bezüglich der Lebensqualität und Abnahme der Schwere von Tinnitus/Hyperakusis bei der Mehrzahl der Betroffenen.

Rot: Bei Beginn der Therapie

Blau: Nach 1 Jahr Therapie

Weitere Ergebnisse sind nachzulesen unter:
Lux-Wellenhof G, Hellweg FC Longterm follow-up study of TRT in Frankfurt.
In: Proceedings of the 7th international Tinnitus Seminar 2002, Perth, Australia.

Organisation und Kosten

Die Kosten für die Behandlung variieren und sind für die technische Versorgung, den ärztlichen Behandlungsteil und die zusätzlichen Behandlungsmaßnahmen getrennt zu erfassen. Jedem Patienten im Tinnitus Zentrum Frankfurt geraten, vor Beginn der Behandlung Kostenvoranschläge einzureichen und die Kostenübernahme klären zu lassen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Rausch- oder Kombigeräte. Ganz abhängig vom Kostenträger werden die übrigen Komponenten der TRT gegebenenfalls erstattet oder aber auch nicht von der Krankenkasse übernommen. Bei den Privatkrankenkassen kommt es auf den individuellen Vertrag an, inwieweit die Kosten für Heil- und Hilfsmittel übernommen werden.

Ausblick

Zukünftige Herausforderungen liegen in der weiteren Verbesserung der schon erreichten Ergebnisse bei der Tinnitustherapie. Darüber hinaus haben aber inzwischen verschiedene Formen der Geräuschintoleranz, wie Hyperakusis, Phonophobie und Misophonie immer größere Bedeutung erlangt. Ganz besondere Aufmerksamkeit wird auch der Prophylaxe von Tinnitus und Hyperakusis in Zukunft zu widmen sein. Woran liegt es, dass in unserer Wohlstandsgesellschaft immer mehr Menschen von Tinnitus und Hyperakusis betroffen sind? Liegt es vielleicht zum Teil an unserer schnelllebigen und reizüberfluteten Gesellschaft? Weitere Forschungen der Gabriele-Lux-Stiftung sollen hier in Zukunft Aufschluss geben.

Zusammenfassung

Das Tinnitus Zentrum Frankfurt bietet seit mehr als zwanzig Jahren eine ganzheitliche, gezielte Therapie für Tinnitusbetroffene an. Das Behandlungskonzept wird ganz spezifisch auf den individuellen Betroffenen abgestellt, alle gängigen Therapiemaßnahmen können angeboten werden. Aufgrund der langen und reichhaltigen Erfahrung im Tinnitus Zentrum Frankfurt können auch ganz besondere Fälle angemessen behandelt werden. Am erfolgversprechendsten gilt die TRT, sie basiert auf naturwissenschaftlichen Erklärungszusammenhängen und wird durch zahlreiche klinische Erfahrungen gestützt. Aus dem Mechanismus, wie Tinnitus entstehen kann, wird im Umkehrschluss die Tinnitus-Retraining- Therapie hergeleitet, um den Tinnitus zu verringern oder sogar zu beseitigen.

Krankenkassen

Erstattungen durch die gesetzlichen und privaten Krankenkassen

Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen

Voraussetzungen für eine Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen sind:

Es wird geraten, vor Beginn der Behandlung einen Kostenvoranschlag bei der jeweiligen Krankenkasse einzureichen und die Kostenübernahme zu klären.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Rausch- oder Kombigeräte. Die Kostenübernahme für die weiteren Behandlungsmaßnahmen der TRT müssen mit der Krankenkasse geklärt werden.

Privatversicherte sollten die Kostenübernahme durch ihre Krankenkasse vorher klären. Hier kommt es auf den individuellen Vertrag an, inwieweit Heil- und Hilfsmittel erstattet werden.

 Ein Tipp: Die Tinnitusversorgung kann in der Steuererklärung auch als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden.

TRT Tinnitus Retraining Therapie

TRT – die Tinnitus Retraining Therapie

Die Tinnitus Retraining Therapie, die in den USA und England entwickelt wurde, setzt darauf, störenden Tinnitus durch Habituationsprozesse aus der Wahrnehmung verschwinden zu lassen, oder das Tinnitusgeräusch in ein unbedeutendes Hintergrundgeräusch zu verwandeln.

Dieses therapeutische Konzept, das eine Habituation an das Ohrgeräusch fördert, wird unter dem Begriff „Tinnitus Retraining Therapie“ zusammengefasst.

Die Tinnitus Retraining Therapie wird in speziellen Tinnituspraxen zusammen mit Hörakustikern ambulant durchgeführt, den Patienten bleibt ein Klinikaufenthalt erspart. Sie bleiben in ihrer gewohnten Umgebung und können ihrem normalen Familien- und Berufsleben nachgehen.

Ein wichtiger Baustein der Tinnitus Retraining Therapie ist das Counseling (Beratung, Aufklärung).Der HNO-Arzt erklärt dem Patienten ganz genau und ausführlich die Ursachen des Tinnitus, Tinnitus Symptome, Maßnahmen gegen Tinnitus und die Tinnitus Retraining Therapie. Er geht ein auf die Fragen, Ängste und die persönlichen Umstände der Patienten, die durch das Counseling auf die Habituation eingestellt werden.

Eine zweite, genauso wichtige Komponente der Retraining Therapie sind die Noiser.

Sie dürfen nicht mit den Maskern verwechselt werden, die in früheren Tinnitus Therapien eingesetzt wurden. Noiser sind Geräuschgeräte, die ein weißes Rauschen erzeugen. Als weißes Rauschen bezeichnet man Geräusche, die alle hörbaren Frequenzen in gleicher Lautstärke erfassen. Dieses Rauschen wirkt völlig neutral, während der Tinnitus Spitzen in bestimmten Frequenzbereichen hat und somit wie ein Alarmgeräusch wirkt. Der Noiser arbeitet mit einer Lautstärke, die unter dem Tinnitus liegt. Denn der Tinnitus als Objekt der Habituation muss für das Ohr hörbar bleiben, damit sich das Gehirn darauf einstellen kann.

Der Tinnitus wird weiterhin wahrgenommen,er verliert aber durch die Habituation seinen Schrecken und wird nicht mehr als beängstigend empfunden.
Durch Elemente der Tinnitus Retraining Therapie werden im Laufe der Zeit die negativen körperlichen und seelischen Reaktionen auf das Ohrgeräusch beseitigt, wie auch die Empfindung des Ohrgeräusches selber. Diese Desensibilisierung führt zu einer verminderten emotionalen Reaktion, zu einem Verlust der Ängste.

Eine erfolgreiche Tinnitus Retraining Therapie gibt das Gefühl, dass der Tinnitus leiser wird, die Präsenz und die Wahrnehmung des Tinnitus gehen zurück.
Die Krankenkassen übernehmen in den meisten Fällen die Kosten für die Technik, genaue Informationen dazu können Sie unter dem Menüpunkt „Krankenkassen“ nachlesen.

Auswertung der Therapieergebnisse

Eine Doppelblindstudie oder eine Studie mit Kontrollgruppe ist bei der TRT aufgrund der besonderen Natur des Krankheitsbildes und der Therapieform nur sehr schwer oder überhaupt nicht durchführbar. Die Auswertung der Ergebnisse bei den behandelten Patienten im Tinnitus Zentrum Frankfurt erfolgte daher retrospektiv auf der Grundlage der Angaben der Patienten auf dem Erfassungsbogen von Professor Pawel Jastreboff.

Über siebenhundert Patienten wurden ausgewertet, der Belastungsgrad des Tinnitus vor und nach der Behandlung erfasst. In einer Nachuntersuchung nach fünf Jahren konnte ein Verbesserung des Belastungsgrades von Tinnitus um mindestens 30 Prozent bei etwa 80 Prozent der Patienten festgestellt werden. Der Zufriedenheitsgrad aber war noch höher. Auch die 20 Prozent von Patienten, bei denen keine signifikante Besserung der Tinnitusbelastung zu erzielen war, gaben an, durch die TRT profitiert zu haben und mit der durchgeführten Behandlung zufrieden zu sein. Sie konnten danach besser verstehen, wie und warum das Tinnitusproblem ihnen zu schaffen machte.

Die folgenden Abbildungen geben die Ergebnisse einer Langzeitstudie des Tinnitus Zentrums Frankfurt zur Erfassung des Einflusses von Tinnitus/Hyperakusis auf die Lebensqualität und der Schwere von Tinnitus/Hyper-akusis wider. Die Patienten bewerteten subjektiv ihre Tinnitusbelastung auf einer Skala von 1 bis 10. Die Abbildungen zeigen eine deutliche Verbesserung der Parameter bezüglich der Lebensqualität und Abnahme der Schwere von Tinnitus/Hyperakusis bei der Mehrzahl der Betroffenen.

Weitere Ergebnisse sind nachzulesen unter:
Lux-Wellenhof G, Hellweg FC Longterm follow-up study of TRT in Frankfurt.
In: Proceedings of the 7th international Tinnitus Seminar 2002, Perth, Australia.

Hyperakusis

HYPERAKUSIS

Hyperakusis, unter der ca. 25 – 30% der Tinnitus Patienten leiden, ist eine negative Reaktion auf Geräusche, die nur auf deren physischen Eigenschaften beruht (z.B. Spektrum, Intensität). Der zeitliche Verlauf und die Bedeutung des Geräusches sowie der inhaltliche Zusammenhang, in dem es auftritt, sind irrelevant.

Die Diagnose muss durch einen spezialisierten HNO-Arzt erfolgen. Es ist hilfreich, Rauschgeräte oder, bei Vorliegen einer Hörbeeinträchtigung, Kombigeräte zu tragen, die von einem spezialisierten Akustiker angepasst werden müssen.

Symptome

Ganz konkret empfinden die Menschen Reaktionen des Erschreckens mit Zu – oder Abnahme des Blutdrucks, Herzjagen,  Schweißausbrüchen, Trockenheit des Mundes. Zusätzlich können auftreten: Schmerzen besonders im  Ohren / Kopfbereich durch die erhöhte Nackenspannung beim Einziehen des Kopfes, wie man es nach plötzlich eintretendem überlautem Lärm beobachten kann.
Auch die Augen-, Kopf- und Körperwendung weg vom Reiz gehört dazu. In der Folge kann es dazu kommen, dass zunehmend und immer mehr  vor allem auch leisere Geräusche gemieden werden und soziale Aktivitäten, wie die Kommunikation mit anderen Menschen, eingeschränkt werden.

Diagnose

Hyperakusis, Phonophobie und Misophonie oder deren Kombinationen sind messbar
Sie können vom geschulten HNO-Facharzt oder Hörakustiker durch mehrere audiologische Testverfahren ermittelt werden.

Ursachen

Hyperakusis hat viele Ursachen
Dazu gehören Hörschäden, die heutzutage stark zunehmen durch die Einwirkung von Lärm, Vorzeichen einer Migräne, bestimmte Epilepsieformen, Nebenwirkungen von Medikamenten, Borreliose usw. Daneben Schädigung, Verletzung oder Ausfall des großen Gesichtsnervs.
Eine Aktivierung des limbischen und des vegetativen Nervensystems kommt nur sekundär vor. Die funktionalen Verbindungen zwischen dem auditiven, limbischen und dem vegetativen Nervensystem sind normal. Als Resultat von Geräuschaussetzung werden starke Reaktionen , die innerhalb der Hörbahnen vorkommen, reflektiert. Die Stärke der Reaktion wird nur von den physikalischen Eigenschaften des Geräusches kontrolliert, z.B. Spektrum und Intensität.

Behandlung

Sehr sinnvoll bei der Behandlung der Geräuschüberempfindlichkeit sind die Sanus Noiser
Durch ein leises und vor allem vom Benutzer selbst einstellbares akustisches Angebot mit kontinuierlichem breitbandigem Rauschen helfen diese kleinen, hinter dem Ohr zu tragenden Geräte dabei, dass Geräusche nicht mehr so störend empfunden werden. Sanus Noiser werden vom HNO-Arzt verschrieben.

Dabei werden in der Regel „Hinter-dem-Ohr-Geräte“ verwendet. Der Gehörgang sollte offen bleiben, damit das normale Hören möglich bleibt. Die Sanus Noiser sollen  täglich so lange wie möglich getragen werden über einen Zeitraum von 2-14 Monaten.

Hilfe bietet die Hyperakusis-Therapie

Die richtige Verarbeitung von Geräuschen ist für Mensch und Tier zum Überleben unerlässlich und wurde im Rahmen der Evolution jahrtausendelang geübt. So werden alle Geräusche, die wir aufnehmen, noch bevor sie uns bewusst werden, im unbewussten Teil unserer Hörbahn gefiltert und emotional bewertet.

Wenn wir beispielsweise nachts durch den Wald gehen, löst ein leises Knacksen im Gebüsch bei uns sofort eine massive Adrenalinausschüttung aus: Das Herz pocht bis zum Hals, alle Muskeln sind angespannt und bereit zur Flucht.

Kommt es in der unbewussten Ebene der Hörbahn im Gehirn zu einer Fehlinterpretation von harmlosen Geräuschen, so reagieren wir auf das harmlose Knacksen einer Heizung beispielsweise genauso wie auf das Knacksen im finsteren Wald. Die Ursachen sind noch weitgehend unerforscht, häufig finden Patienten bei Ärzten kein Verständnis. Betroffene Patienten erschrecken bei leisen Geräuschen und ziehen sich aus der Gesellschaft zurück, weil ihnen eine Unterhaltung mit mehreren Personen schon unangenehm laut ist.

Ziel der Therapie ist es, die unbewussten Filter im Bereich der Hörbahn wieder umzutrainieren.
Dazu kann auch die Versorgung der Betroffenen mit einem Rauschgenerator gute Erfolge bieten.

Die Therapiedauer beträgt zwar einige Monate, die Chancen auf eine Heilung sind aber sehr gut.
Diese Form der Therapie kommt ohne Medikamente aus und erfordert eine aktive Mitarbeit des Patienten.

Kinder und Jugendliche mit Hyperakusis

Hyperakusis ist eine Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen. Alltägliche Geräusche verursachen Probleme, Angst, Schmerzen, ja sogar Panikzustände können entstehen. Hyperakusis gibt es in allen Altersgruppen, so auch bei Kindern und Jugendlichen. Kinder und Jugendliche mit Hyperakusis zeigen häufig auffälliges Verhalten wie Schreien, Ohren zuhalten (Schutz), Aggressivität, unsoziales Verhalten, Rückzug, Kontakte vermeiden. Dies sind auch klassische Symptome von ADHS und AVWS, daher sollte die Diagnostik als Abgrenzung unbedingt von einem darauf spezialisierten HNO-Facharzt und evtl. weiteren Spezialisten durchgeführt werden.

Auch bei Kindern und Jugendlichen hat sich die TRT bewährt. Sie muss kindgerecht angeboten werden und die Eltern in die Therapie eingebunden sein. Eine intensive Beratung der Eltern durch das TRT Team ist daher sehr wichtig. Die Betroffenen bekommen Rauschgeräte für Schule, Schlaf und besondere Gelegenheiten, die für jedes Kind und jeden Jugendlichen unterschiedlich sind und in einfühlsamen Gesprächen mit den Betroffenen und auch den Eltern herausgefunden werden müssen. Unter Umständen bekommen die Betroffenen auch Lärmschutz, der aber sehr sehr individuell abgestimmt sein muss. Wichtig bei der Therapie ist es, den Kindern und Jugendlichen erreichbare Ziele zu setzen, die sie innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes erreichen können.

Nur so kann ihre Motivation gestärkt und aufrechterhalten werden.

Ein Brief einer Betroffenen

„Du hast mir wirklich sehr geholfen.“
Auszug aus einem Brief von Frau G. (Frankfurt/Main) – Sie leidet an Hyperakusis.

„Glück im Unglück“
Warum diese Zeilen? Erstens, weil ich schon aufgegeben hatte und nun eine Besserung verspüre und eine begründete Hoffnung im Hinblick auf den Sanus Noiser hege. Zweitens, damit Sie es weitersagen und anderen geholfen werden kann.

Zu meiner Krankengeschichte: Ein chronischer Tinnitus nach drei Hörstürzen (vor zwanzig Jahren auf beiden Ohren, vor eineinhalb Jahren am linken Ohr) macht mir das Leben schwer. Hinzu kommen die Folgen eines Schleudertraumas und Probleme im Kiefergelenk. Nach meinem dritten Hörsturz im Dezember 1995 hieß es: „Medikamente kann ich Ihnen nicht aufschreiben, die schaden doch nur.“
Also unterblieb zunächst eine Behandlung. Ich wechselte nach zehn Tagen den Arzt, vielleicht zu spät.

Für meine übrige Gesundheit und Arbeitsfähigkeit blieb das nicht ohne Konsequenzen…
Eine stationäre Behandlung in der Mainzer Uniklinik, ein Kuraufenthalt und eine weitere stationäre Behandlung im Januar dieses Jahres folgten.

Die Hoffnung auf Besserung hatte ich aufgegeben. Ich war am Ende. Ich schlief nicht. Ich hatte große Probleme, mich bei der Arbeit zu konzentrieren. Ich zog mich zurück, besonders vom Telefon. Privat konnte ich das tun, obwohl dabei auch eine Freundschaft in die Brüche ging. Im Büro war das nicht durchführbar.

Zu meiner Geräuschempfindlichkeit und dem Missempfinden und den Schmerzen im Ohr kam noch die Schwierigkeit, am Telefon komplizierte Inhalte zu verstehen.

Die Leute lispelten. Sogar die Sprecher von Nachrichten in Funk und Fernsehen hatten Sprachfehler.
Ständig musste ich Kollegen und Partner bitten, doch das soeben Gesagte zu wiederholen.

Mit Hyperakusis durch die Großstadt – ich erlebte es wie einen satirischen Krimi.
Da, wo ich gestern noch in Ruhe gehen konnte, wartet heute ein Presslufthammer, bis ich ganz nahe herangekommen bin.

Überall werde ich beschallt:
im Supermarkt, im Kaufhaus, in der Turnhalle beim Sport, an den undenkbarsten Stellen warten die Geräusche.
Im Stadtpark sitze ich garantiert auf der Bank, neben der ein blecherner Abfalleimer steht, in den gerade jemand eine Blechdose wirft.
Die Kneipe, die immer ruhig und leer ist, wird gerade am Tag meiner Verabredung von einer Großfamilie mit einem schrill kreischenden Kleinkind besucht.

Der Getränkelieferant verlädt die Kästen nur, wenn ich vorbeigehe.
Das Bierfass fällt dem Mann nur vom Wagen, wenn ich an der Ampel auf Grün warte.
Türen fallen wie verzaubert laut knallend hinter meinem Rücken ins Schloss.
Kino, Konzerte und ähnliche Dinge sind gestrichen.

Es gibt ja schon genügend Gelegenheiten, von unerwartet auftauchendem Lärm überrascht zu werden…

Zum Beispiel im Berufsleben.
Das Telefon, die Gegensprechanlage mit lauter Klingel, das bimmelnde Faxgerät, die lauten Stimmen, die Klimaanlage, die Kopierer, die Computer – lauter Lärmquellen.
Wenn ich abends nach Hause komme, möchte ich nichts mehr reden und hören.

Aber heute, nach vier Monaten mit Hörgerät, stelle ich fest, dass ich mich durch Arbeit ablenken kann.

Das ist eine wunderbare Erfahrung. Damit komme ich zum „Glück im Unglück“:

Mein Hilferuf an die Tinnitus- Liga im Januar 1997 wurde unbürokratisch mit der Zusendung der Ärzteliste beantwortet. Mit der Bitte um eine „Maskerverordnung“ ging ich zu einem neuen Arzt.

Das erste Mal las ich „TRT“ und vereinbarte gleich einen Termin bei einer spezialisierten Hörakustikerin.

 

Und daher kann ich mit Recht sagen: „Glück im Unglück“, denn hier wurde mir schnell und individuell geholfen.

Tinnitus

Tinnitus besser verstehen

Etwa 14 Millionen Menschen in Deutschland haben damit Erfahrungen – rund 3 Millionen leiden darunter:
Ohrgeräusche – Ohrensausen – Tinnitus

Tinnitus – was ist das?
Als Tinnitus bezeichnet man alle Formen von Ohrgeräuschen, die ein Mensch hört, ohne dass ein äußeres Schallsignal vorliegt.
Viele Patienten kennen Ohrgeräusche, denn Ohrgeräusche treten eigentlich bei allen Menschen spontan und für kurze Zeit auf.
Vom Tinnitus (tinnere = klingeln (lat.) spricht man erst, wenn die Geräusche regelmäßig oder auch über einen längeren Zeitraum auftreten.

 Viele Betroffene sind dem Tinnitus hilflos ausgeliefert. Die Geräusche im Kopf verwirren sie und machen ihnen Angst.

Ursachen für Tinnitus können sein: Lärmschäden, Hörsturz, Halswirbelerkrankungen, Morbus Menière, Zahn-Kiefer-Bereich, um nur einige zu nennen.

Viele der Betroffenen nehmen diese „Qual im Ohr“ mit so starker Intensität wahr, dass sie kein normales privates und berufliches Leben mehr führen können.
Die Qual ist für alle Betroffenen noch gravierender, da andere Menschen das Ausmaß nicht verstehen können.

Tinnitus Retraining Therapie (TRT)

Die Tinnitus Retraining Therapie, in den USA und England entwickelt, setzt nun darauf, den störenden Tinnitus durch Habituationsprozesse aus der Wahrnehmung verschwinden zu lassen, oder ihn in ein unbedeutendes Hintergrundsignal zu verwandeln.
Diese neuen therapeutischen Konzepte, die eine Gewöhnung an das Ohrgeräusch fördern, werden unter dem Begriff Tinnitus Retraining Therapie zusammengefasst.

Tinnitus Retraining Therapie bedeutet Arbeit für die Patienten, aber auch für die Therapeuten.
Es ist eine Tinnitus Therapie, die interdisziplinär aufgebaut ist, d.h. HNO-Arzt, Akustiker und in seltenen Fällen ein Psychologe arbeiten zusammen.

Ein wichtiger Baustein der Tinnitus Retraining Therapie ist das Counseling (Beratung, Aufklärung).
Der HNO-Arzt erklärt dem Patienten ganz genau und ausführlich die Tinnitus Ursachen, Tinnitus Symptome, Maßnahmen gegen Tinnitus und die Tinnitus Retraining Therapie. Er geht ein auf die Fragen, Ängste und die persönlichen Umstände der Patienten, die durch das Counseling auf die Habituation eingestellt werden.

Eine zweite, genauso wichtige Komponente der Retraining Therapie sind die Sanus Noiser.
Sie dürfen nicht mit den Maskern verwechselt werden, die in früheren Tinnitus Therapien eingesetzt wurden. Sanus Noiser sind Geräuschgeräte, die ein weißes Rauschen erzeugen. Als weißes Rauschen bezeichnet man Geräusche, die alle hörbaren Frequenzen in gleicher Lautstärke erfassen. Dieses Rauschen wirkt völlig neutral, während der Tinnitus Spitzen in bestimmten Frequenzbereichen hat und somit wie eine Alarmfarbe wirkt. Der Sanus Noiser arbeitet mit einer Lautstärke, die unter dem Tinnitus liegt. Denn der Tinnitus als Objekt der Habituation muss für das Ohr hörbar bleiben, damit sich das Gehirn darauf einstellen kann.

Durch Elemente der Tinnitus Retraining Therapie werden im Laufe der Zeit die negativen körperlichen und seelischen Reaktionen auf das Ohrgeräusch beseitigt, wie auch die Empfindung des Ohrgeräusches selber. Diese Desensibilisierung führt zu einer verminderten emotionalen Reaktion, zu einem Verlust der Ängste.
Eine erfolgreiche Tinnitus Retraining Therapie gibt dem Patienten das Gefühl des leiser Werdens des Tinnitus, die Präsenz und die Wahrnehmung des Tinnitus gehen zurück.

Kinder und Jugendliche mit Tinnitus

Ohrgeräusche treten bei Kindern häufiger auf als vermutet. Neuere und ältere Studien ergeben, dass immerhin ein Drittel aller befragten Kinder angibt, schon einmal Ohrgeräusche gehabt zu haben. In dieser Altersgruppe ist der Tinnitus häufig ein Symptom für eine entzündliche Ohrerkrankung. Rechtzeitig erkannt und gezielt behandelt verschwinden die Ohrentzündung und der Tinnitus wieder. Eine große Gefahr für das Gehör von Heranwachsenden ist Lärm. Vor allem überlaute Musik kann Tinnitus auslösen, der chronisch, belastend und dadurch zum Problem werden kann. Hier sind in erster Linie die Eltern gefordert, sie sollten ihre Kinder über einen möglichen Gehörschaden durch Lärm aufklären. Überforderung in der Schule, Probleme in der Familie oder Freunden können bei normal hörenden gesunden Kindern und Jugendlichen auch zu Tinnitus führen.

Grundsätzlich lässt sich Tinnitus bei Kindern und Jugendlichen genauso wie bei Erwachsenen mit der Tinnitus Retraining Therapie behandeln, natürlich müssen die Erklärungen und das Counseling altersgerecht angeboten und die Eltern mit einbezogen werden.

Die Heilungschancen sind bei jungen Menschen sehr gut.

Sie sollten aber darauf achten:
Vorsicht bei Disco-Besuchen!
Disco oder Konzert nach dem Geräuschpegel aussuchen, sich nicht direkt vor die Lautsprecher setzen oder stellen, Ohren mit professionellem Gehörschutz von Hörakustiker schützen.

Misophonie

Was sind Misophonie, Phonophobie, AkustischerSchock?

Bei Erwachsenen, bei Kindern, bei Jugendlichen

Misophonie, die bei ca. 60% der Tinnitus Patienten auftritt, ist eine negative Reaktion auf ein Geräusch mit einem spezifischen Muster und Bedeutung. Die physischen Merkmale des Geräuschs (z.B. Spektrum, Intensität), sind zweitrangig. Die Reaktionen des Patienten auf Geräusche hängen von der Vergangenheit des Patienten ab. Außerdem von nicht auditorischen Faktoren, wie frühere Bewertungen des Geräusches durch den Patienten, sein psychologisches Profil, und der Kontext, in dem das Geräusch vorkommt.

Phonophobie ist in diesem Fall eine Misophonie, bei der Furcht die dominante Emotion ist.

Die Diagnose muss durch einen spezialisierten HNO-Arzt erfolgen. Es ist hilfreich, Rauschgeräte oder, bei Vorliegen einer Hörbeeinträchtigung, Kombigeräte zu tragen, die von einem spezialisierten Akustiker angepasst werden müssen.

Wie entwickelt sich Misophonie?
Wenn sich eine Misophonie entwickelt, scheinen alltägliche Geräusche, insbesondere laute/plötzliche/unerwartete Geräusche für die Betroffenen immer hervorstechender, immer lauter und immer abstoßender zu werden. Ist man einigen oder vielen dieser Geräusche ausgesetzt, kann dies zu hochgradiger Wut und Irritation führen.
Es kann sein, dass immer mehr Geräusche diese Reaktion hervorrufen. Die zunehmende Verzweiflung über diese emotionale Reaktion auf die Geräusche kann zu einer Verschlimmerung der Misophonie führen.

Wie beeinflusst Hyperakusis die Betroffenen?
Personen mit Misophonie meinen oft, sie müssten ihr auditorisches Umfeld zwanghaft überwachen, um unerträgliche Geräusche zu vermeiden. Sie haben das Bedürfnis, ihre Ohren und ihr Hörvermögen vor diesen unerträglichen Geräuschen zu schützen. Bei Misophonie versuchen sie, die Wut, Reizbarkeit und Verzweiflung einzuschränken, die eintreten, wenn sie den unerträglichen Geräuschen ausgesetzt sind.
Dies resultiert häufig in einer übertriebenen Wachsamkeit gegenüber dem akustischen Umfeld. Ebenso häufig ist das Überwachen der Ohrsymptome.

Betroffene mit ausgeprägter Misophonie ertragen generell keine lauten Geräusche, auch keine mäßig lauten Geräusche, besonders wenn sie plötzlich und unerwartet auftreten, und sogar einige sanfte Geräusche werden nicht toleriert. Töne im hohen und niedrigen Frequenzbereich werden weniger gut ertragen.
Dies kann erheblichen Einfluss auf das tägliche Leben der Betroffenen haben, ihre Möglichkeiten in hohem Maße einschränken und ein hohes Maß an Verzweiflung hervorrufen.

Die Allgemeinheit hat wenig Verständnis für Misophonie, Phonophobie, AkustischerSchock. Alle Symptome im und um das Ohr, die durch unerträgliche Geräusche hervorgerufen werden, erfolgen unwillkürlich und subjektiv.
Die ungewöhnliche Häufung von Symptomen wird leicht missverstanden oder nicht geglaubt.
Es ist schwierig, eine solche anomale Reaktion auf Geräusche anderen zu erklären, dies gilt oft auch für Ärzte und Fachpersonal.

Betroffene mit Misophonie, Phonophobie, Akustischer Schock fühlen sich daher oft mißverstanden, isoliert und werden sogar als Simulanten verdächtigt.

Akustischer Schock

Was ist akustischer Schock?
Unter akustischem Schock versteht man die körperlichen und psychischen Folgen eines plötzlichen unerwarteten Geräusches, das über Kopfhörer, Telefon oder ähnliches wahrgenommen wird. Immer mehr Angestellte von Call Centern klagen über eine Häufung von Symptomen, nachdem sie einem plötzlichen, unerwarteten, lauten Geräusch ausgesetzt waren, das durch die Telefonleitung übertragen wurde. Akustischer Schock kann auch nach beliebigen Geräuschen auftreten, die große Furcht auslösen, als bedrohlich empfunden oder mit einem äußerst traumatischen Ereignis assoziiert werden.

Die neurophysiologischen und psychologischen Symptome unterscheiden sich von denen, die durch eine traditionelle Lärmschädigung auftreten.
Man nennt dies Akustischen Schock (AS), Akustischer Schock Störung, wenn die Symptome anhalten.

Auslösende Mechanismen des akustischen Schocks

Man nimmt an, dass die Hauptursache für den akustischen Schock exzessive Kontraktionen der Muskeln des Mittelohrs sind (Stapedius und Tensor Tympani). Speziell hier der Tensor Tympani bei lautem unerwartetem Geräusch. Der Stapedius Reflex ist ein akustischer Reflex, der durch großes Volumen ausgelöst wird.
Der Tensor Tympani Reflex ist Schutzreflex mit variabler Geräuschschwelle, die nach unten programmiert werden kann.

Symptome des akustischen Schocks.

Typische Beschreibungen eines akustischen Schock lauten:
„Wie mit einem Eispickel ins Ohr gestochen“, „Wie ein Stromschlag im Ohr“. Wer einen Kopfhörer benutzt, sollte ihn in diesem Fall sofort ablegen.

Die ersten Symptome können sein: entsetztes Hochreißen des Kopfes und Verdrehen des Nackens, Gefühl des Brennens, der Benommenheit, Klingeln, Gefühl der Blockade im Ohr, stechende Schmerzen im Ohr, Tinnitus, Hyperakusis, Schwindel, Übelkeit, Hörverlust oder Hörstörung, Kopfschmerzen, Müdigkeit.

Generell lassen die Symptome nach ein paar Stunden oder Tagen nach. In einigen Fällen sind sie monatelang spürbar oder gehen gar nicht weg. Anhaltende Symptome können sein: Schmerzen im und um das Ohr, Schmerzen im Nacken/Kiefer/Gesicht, Tinnitus, Hyperakusis, Gleichgewichtsprobleme, Kopfschmerzen, Gesichtstaubheit, Brennen des Gesichtes oder der Ohren, Druckgefühl im Ohr, Echo oder hohles Gefühl im Ohr oder Hörverlust.

Die Symptome des akustischen Schocks treten unwillkürlich auf, daher können sie nicht kontrolliert werden. Sie sind subjektiv, daher ist es schwierig, sie zu messen. Diese ungewöhnlichen Symptome können missverstanden werden oder sie werden nicht geglaubt. Durch dieses unzureichende Verständnis für die Symptome, und auch wenn sie anhalten oder schlimmer werden, können sich nachfolgende und langwierige psychologische Symptome entwickeln.

Dazu gehören übertriebene auditorische Wachsamkeit, Ängste, Depression, posttraumatische Stressreaktion, Müdigkeit, Wut.

Kinder und Jugendliche mit Misophonie – Phonophobie

TRT ist auch bei Kindern und Jugendlichen mit Misophonie/Phonophobie erfolgreich, auch hier greift das von Prof. Jastreboff entwickelte neurophysiologische Modell. Es basiert auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass bei der Verarbeitung im Gehirn alle Geräusche ganz unbewusst bewertet werden, welche Bedeutung oder Wichtigkeit sie für uns haben. So können Geräusche für den Einzelnen negativ, bedrohlich, bewertet werden, die für andere völlig harmlos sind. Die TRT, die sich auf dieses Modell stützt, nützt die Plastizität des Gehirns, um diese negativen Prozesse umzukehren, um die bedrohlichen Besetzungen der Geräusche zu minimieren oder ganz auszuschalten.

Eingesetzt werden hier Rauschgeräte, die unerträglichen Geräusche werden weniger wahrnehmbar, wenn sie von einem neutralen Geräusch begleitet werden. Besonders vorteilhaft ist es, dass dieses neutrale Geräusch durch die Rauschgeräte von den Betroffenen selbst kontrolliert und überall mitgenommen werden kann.

Phonophobie ist der Misophonie sehr ähnlich, allerdings handelt es sich hier um eine generelle Angst vor Geräuschen. Es ist hier eine sehr gute Differentialdiagnostik durch einen hochspezialisierten HNO-Arzt erforderlich.

Sowohl bei Misophonie wie bei Phonophobie bei Kindern und Jugendlichen ist es angezeigt, neben der Betreuung der Betroffenen und unbedingt auch ihrer Eltern durch den HNO-Facharzt und Hörakustiker auch einen Kinderpsychologen oder Kinderpsychiater hinzuzuziehen oder gegebenenfalls gemeinsam eine Psychosomatische Klinik aufzusuchen.

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